Die Küstenlandschaft Nova Scotias verspricht Abwechslung pur! Und davon hat die Provinz insgesamt 7'600 Kilometer, die sich perfekt auf den verschiedenen Küstenrouten, wie beispielsweise dem weltbekannten Cabot Trail auf Cape Breton Island, erkunden lassen.
Land und Leute
Geographie
Nova Scotia («Neuschottland») liegt an Kanadas Ostküste und grenzt an die Provinzen New Brunswick, Newfoundland und Prince Edward Island. Sie ist mit 55'284 km² die zweitkleinste Provinz Kanadas und etwas grösser als die Schweiz. Die Länge misst 565 Kilometer, die Breite variiert zwischen 80 und 160 Kilometern. Halifax ist die Hauptstadt. In Nova Scotia ist kein Punkt weiter als 56 Kilometer von der Küste entfernt. Es finden sich mehr als 5'400 Seen und der höchste Punkt liegt mit 554 Meter in den Highlands von Cape Breton.
Klima & beste Reisezeit
Die Durchschnittstemperaturen steigen im Sommer auf 20° bis 25° Celsius, im Winter sinken sie auf -3° bis +7° Celsius. Die schönste Reisezeit ist von Mitte Mai bis Ende Oktober. Das Klima wird stark vom Atlantik und dem Golfstrom beeinflusst. So sind die Winter mild und die Temperaturen im Frühling und Herbst bei angenehmen 15° bis 18° Celsius. Der Indian Summer verwandelt die Wälder in ein einzigartiges Meer aus leuchtenden Farben. Meistens beginnt diese beliebte Jahreszeit Ende September / Anfang Oktober und dauert bis ca. Ende Oktober.
Einwohner
Ca. 380'000 der insgesamt rund 940'000 Einwohner von Nova Scotia wohnen im Grossraum Halifax. Das kulturelle Mosaik setzt sich aus unzähligen ethnischen Gruppen zusammen, darunter natürlich Schotten, aber auch Franzosen (Akadier), Briten, Deutsche und Iren. In einigen Teilen der Provinz werden Sie auch den Ureinwohnern Nova Scotia's begegnen, den Mi'kmaq. Nicht zuletzt aufgrund dieser Vielfalt an Kultureinflüssen sagt man den Bewohnern eine ausserordentliche Offenheit und Gastfreundlichkeit nach. Die Lebensfreude und Fröhlichkeit sind ansteckend! Offizielle Landessprache ist Englisch.
Kultureinflüsse
Kulturinteressierte kommen in Nova Scotia voll auf Ihre Kosten, da die Einwanderer die Kultur und Geschichte der Provinz mitgeprägt haben. Diese wird vielerorts lebendig - zum Beispiel bei einem Besuch der zahlreichen Museumsdörfer. In der Festung Louisbourg auf Cape Breton Island, der grössten Rekonstruktion einer historischen Stätte in Nordamerika, zeigen mehr als 100 kostümierte Schauspieler das rustikale Leben des traditionellen französischen Kolonialstädtchens des Jahres 1744. Mehr über die Geschichte der Akadier, der ersten französischen Siedler, erfährt der Besucher der Provinz entlang des Evangeline Trails, z.B. am Grand Pre National Site oder in Port Royal, der ersten festen französischen Siedlung, die 1605 gegründet wurde. Auf der Zitadelle in Halifax wiederum wird die britische Militärroutine des 19. Jahrhunderts lebendig. Die unterschiedlichen Kultureinflüsse spiegeln sich auch in der Musik wider: der Takt der Mi'kmaq Zeremonietrommel, das unverkennbare Pfeifen des schottischen Dudelsacks oder die rhythmischen Klänge der keltischen und akadischen Fiedel-Musik prägen die Musikszene. Am besten kann man dem Klang Nova Scotias in einem der vielen Pubs, auf einem Konzert oder im Rahmen der vielen Festivals und Events lauschen. In 2011 zum Beispiel findet vom 1. bis 8. Juli das Royal Nova Scotia International Tattoo statt, vom 3. bis 10. Juli die Antigonish Highland Games mit Baumstammwerfen.
Reiseart
Die Vielseitigkeit Nova Scotia's lässt sich am besten mit dem Wohnmobil oder dem Mietwagen entdecken. Überall in der Provinz finden sich Campingplätze, bezaubernde Bed & Breakfasts, Hotels und schöne Lodges und Resorts. Naturliebhaber erfreuen sich an aussergewöhnlichen Küstenlandschaften, zwei grossen Nationalparks (Kejimkujik National Park und Cape Breton Island National Park) und an über 150 gepflegten Provinzparks. Familien geniessen die Idylle an einem der vielen Seen oder den zahlreichen Stränden. Aktivurlauber gehen zum Kajakfahren, Wandern, Radfahren oder Tauchen.
Reiserouten
Idealer Ausgangspunkt für eine Rundreise ist die Hauptstadt Halifax, trotz ihrer Grösse eine Stadt mit Charme und der Gemütlichkeit einer Kleinstadt. Von Halifax aus haben Sie die Möglichkeit auf insgesamt elf gut beschilderten Reiserouten die verschiedenen Regionen der Provinz zu entdecken. Die Strecken sind wegen der kurzen Distanzen leicht kombinierbar und landschaftlich wie kulturell äusserst abwechslungsreich. Eine mögliche 10-tägige Reiseroute startet in Halifax und führt als Erstes südwärts zum idyllischen Hafenort Lunenburg, zum berühmten Peggy's Cove Leuchtturm und via Liverpool und dem Kejimkujik National Park nach Digby an der Bay of Fundy. Weiter geht es via Tatamagouche (Übernachtungsmöglichkeit in einem restaurierten Eisenbahnwagen) und dem Cap d'Or Leuchtturm bei Parrsboro zur einer der Traumstrassen der Welt - dem Cabot Trail auf Cape Breton Island. Nach einer Wanderung im Cape Breton National Park oder einer Walbeobachtung führt die Reise via der Forteresse von Louisbourg zurück nach Halifax.
Zeitverschiebung
Die Zeitverschiebung zur MEZ beträgt -5 Stunden (Atlantic Standard Time).
| Klimatabelle | Jan. | Feb. | März | April | Mai | Juni | Juli | Aug. | Sept. | Okt. | Nov. | Dez. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Halifax T | 3 | 3 | 7 | 13 | 19 | 24 | 27 | 26 | 23 | 17 | 11 | 4 |
| Halifax L | 4 | 6 | 6 | 8 | 8 | 9 | 9 | 9 | 8 | 7 | 5 | 4 |
T = Tagestemperatur in C°; L = Tageslänge in Stunden
Highlights in Nova Scotia
Halifax Metropole am Atlantik
Halifax, die grösste Hafenstadt an der kanadischen Ostküste, bietet ein reges Nachtleben mit einem vielfältigen Musikangebot. Besucher versuchen ihr Glück im Hafencasino, entspannen sich in den Pubs und Restaurants entlang der Hafenpromenade, oder machen einen Bummel durch die baumgesäumten Strassen mit ihren einladenden Geschäften, Cafés, Buchläden und Kunstgalerien. Kulturinteressierte kommen bei einem Besuch der Zitadelle inmitten der Stadt oder einem der vielen Museen auf ihre Kosten.
- Tipp: Maritime Museum of the Atlantic
- 4. - 14. August 2011: Halifax International Busker Festival - Strassenkünstler aus aller Welt bieten vor der atemberaubenden Kulisse des Hafens spektakuläre Unterhaltung: www.buskers.ca.
Cape Breton National Park
Der Cabot Trail im «Cape Breton Highlands National Park» zählt zu den schönsten Strassen der Welt! Er windet sich in weiten Kurven über 300 km durch das faszinierende Hochland von Cape Breton. Unzählige Aussichtspunkte bieten unvergessliche Ausblicke über die raue Felsenküste, wo oft Gruppen von Walen in unmittelbarer Nähe des Ufers erscheinen und Weisskopfseeadler in der Meeresbrise kreisen. Cape Bretons berühmtester Bürger, Alexander Graham Bell, hat einmal gesagt: «Ich bin um die ganze Welt gereist. Ich habe die amerikanischen und kanadischen Rocky Mountains, die Anden, die Alpen und das schottische Hochland gesehen, aber was die klare Schönheit angeht, schlägt Cape Breton sie alle.»
- 7. - 15. Oktober 2011: Feiern Sie während dem Indian Summer bei Stepptanz und Dudelsack-Klängen die keltischen Wurzeln Nova Scotia am «Celtic Colours International Festival» www.celtic-colours.com.
Idyllisches Hafenstädtchen Lunenburg
Hier gleiten Grosssegler heute noch durch das kristallklare Wasser und docken am historischen Altstadthafen an. Lunenburg ist der Heimathafen des berühmten Rennschoners Bluenose. Die Bluenose II liegt beim Fischereimuseum von Lunenburg vor Anker und kann besichtigt werden. Seit 1995 ist die Altstadt ein UNESCO-Weltkulturerbe.
- Zwischen Halifax und Lunenburg befindet sich der meistfotografierte Leuchtturm der Welt - Peggy's Cove. Er steht sehr idyllisch auf einer massiven und glatten Felslandschaft direkt am Meer.
- 15. September - 16. Oktober 2011: Am Nova Scotia Fall Wine Festival können Sie in der ganzen Provinz ausgezeichnete Weine bei insgesamt 55 Veranstaltungen auf Weingütern degustieren www.winesns.ca.
Indian Summer
Im Herbst präsentiert sich die Landschaft Nova Scotias an Kanadas Ostküste mit ihren bunt gefärbten Laubbäumen. Der Indian Summer, eine der spektakulärsten Naturattraktionen Nordamerikas. Und die malerischen Örtchen der Provinz sind pünktlich zur Erntezeit mit Kürbissen, Strohballen, Herbstblumen und Vogelscheuchen geschmückt. Ausgefallene Festivals und Events machen einen Besuch der ostkanadischen Provinz zu dieser Jahreszeit besonders reizvoll.
Gerade für Outdoor-Fans ist der Herbst in Nova Scotia eine besonders schöne Jahreszeit. Ob bei einer Kanu-, Fahrrad- oder Wandertour, das herbstliche Blätterkleid und die farbintensiven Kürbisfelder begeistern jeden Besucher!
Naturspektakel: Die Bay of Fundy
Die Gezeiten der Bay of Fundy zwischen Nova Scotia und New Brunswick sind ein weltbekanntes Naturphänomen. Die höchste Flut der Welt füllt die Bucht mit über einhundert Millionen Tonnen Meerwasser, das die Höhe eines viergeschossigen Gebäudes erreicht und mit einer Vielfalt an Meereslebewesen gefüllt ist. Nur wenige Stunden später können Sie bei Ebbe auf dem Meeresgrund spazieren gehen. Dieses einzigartige Naturschauspiel spielt sich jeden Tag zweimal ab.
- Tidal Bore Rafting: Mutige Abenteurer reiten in einem motorisierten Schlauchboot durch die Täler und über die Kämme der Gezeitenwelle, die bei Einsetzen der Flut den Shubenacadie River flussaufwärts rollt und die Fliessrichtung des Flusses umdreht. Die Gezeitenwellen nehmen eine Höhe von ein bis fünf Metern an. Das Tidal Bore Rafting wird zwischen Juni und Oktber angeboten, ist aufregend und spassig.
Whale Watching
Von Mai bis Oktober kann man in Nova Scotia Walbeobachtungstouren buchen. Hier hat man die Möglichkeit, den Giganten der Meere bei einem unvergesslichen Erlebnis ganz nah zu sein und mit etwas Glück majestätische Buckelwale, Minkwale, Finnwale und Pilotwale zu sehen.
- Verschiedene Touren ab Halifax, Lunenburg, Digby, Ingonish Beach auf Cape Breton oder in der Bay of Fundy
Frischer Lobster und Jakobsmuscheln
Eine Reise nach Nova Scotia ist auch ein kulinarisches Erlebnis. Neben all ihren landschaftlichen Reizen hat die Provinz inzwischen grosse Anerkennung für ihre regionalen Spezialitäten gewonnen. Auf gar keinen Fall sollte man sich den schmackhaften Hummer (= Lobster) entgehen lassen, der einem das ganze Jahr über fangfrisch serviert wird! Lobster bekommt man in Nova Scotia nicht nur in Gourmet-Restaurants, sondern zu erschwinglichen Preisen auch in Bistros und sogenannten «Lobster Pounds». Neben dem Hummer ist Nova Scotia besonders für köstliche Jakobsmuscheln und ausgewählte Fischspezialitäten bekannt.
- Im Hafen von Digby liegt die weltberühmte Jakobsmuschel-Flotte, weshalb Digby auch «The scallop capital of the world» genannt wird.
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