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Bärenbeobachtungen am Brooks River

Bärenbeobachtungen am Brooks River

Die Begegnung mit einem Bären in seiner natürlichen Umgebung zählt zu den Highlights eines Alaska-Aufenthalts, schliesslich wird kein Tier so sehr mit diesem Staat in Verbindung gebracht wie der Grizzly, eine Unterart des nordamerikanischen Braunbären.

Braunbären existieren heute – mit Ausnahme weniger US-Staaten – fast nur noch in Kanada und Alaska. Hier wird ihre Population auf 55'000 Tiere geschätzt. Sie sind menschenscheu und vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, insbesondere in von Menschen besiedelten Gebieten. Zur Zeit des grössten Nahrungsbedarfs sind sie aber auch tagsüber unterwegs. Besonders im dünn besiedelten Alaska treffen Menschen noch relativ häufig auf Braunbären, beispielsweise im für den Privatverkehr gesperrten Denali National Park. Die grossen, offenen Flächen ermöglichen Besuchern ideale Tierbeobachtungen. Wer in seinen Alaska-Ferien auf keinen Fall auf eine Bärenbegegnung verzichten möchte, sollte jedoch eine spezielle Beobachtungstour in seine Reise einplanen.

Katmai Nationalpark

Das wohl bekannteste Angebot für Bärenbeobachtungen befindet sich im 17'000 km2 grossen Katmai National Park am Brooks River. Das Schutzgebiet des Nationalparks auf der langgestreckten Alaska-Peninsula, einer grossen Halbinsel zwischen Pazifik und Beringsee, wurde nach einem gewaltigen Vulkanausbruch im Jahr 1912 geschaffen. Die über Jahrtausende abgehaltene Bärenjagd wurde verboten, der Tierbestand konnte sich erholen, und heute lebt hier mit über 2'000 Grizzlies die grösste geschützte Bärenpopulation weltweit.

Brooks River

Viele Bären versammeln sich in den Sommermonaten während den Laichwanderungen der Lachse an den Brook Falls zwischen Brooks Lake und Naknek Lake. Der glasklare Brooks River ist etwa 40 Meter breit und gerade so tief, dass das Wasser einem Braunbären zum Bauch reicht. Der Wasserfall, über den viele tausend Lachse springen, ist nicht höher als zwei Meter. Die Fangtechniken variieren, so werden die Fische beispielsweise direkt aus dem Wasser gefischt oder in der Luft gefangen, während sie den Wasserfall überspringen.

Bären am Brooks River

Konzentrationen wie am Brooke River sind untypisch, der Bär ist ein Einzelgänger, und es kostet ihn Überwindung, sich auf engstem Raum mit mehreren Artgenossen gleichzeitig aufzuhalten. Er tut es trotzdem, um zu überleben. Zwischen Anfang April, wenn er seine Höhle verlässt, und November, wenn er sich eine neue gräbt, muss er sich genug Fett angefressen haben, um während der Winterruhe nicht zu verhungern. Der Gewichtsverlust am Ende des Winterschlafs beträgt bei weiblichen Bären 40%, bei männlichen 22%.

Direkt am Brooks River, nur unweit der bekannten Wasserfälle, liegen die Brooks Lodge und das Brooks Camp. Von einer Aussichtsplattform aus lassen sich die Tiere herrlich beobachten. Viele bekannte Fotos von Braunbären sind hier entstanden. Damit der Besuch gefahrlos bleibt, geben Park Ranger allen ankommenden Touristen Instruktionen im Verhalten gegenüber den Bären. Denn die Grizzlies sind hier überall, sie wandern über die schwankende Fussgängerbrücke oder inspizieren am Ufer die Motorboote. Einen Ort wie diesen, wo sich Mensch und das grösste lebende Raubtier friedlich denselben Pfad teilen, findet man kaum ein zweites Mal.

Aufenthalte in der Brooks Lodge sind sehr beliebt, wir empfehlen Ihnen deshalb eine frühzeitige Reservation. Die beste Bärenbeobachtungszeit ist ab Mitte August bis Mitte September.

Alternative Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auf dem Zeltplatz Brooks Camp oder in King Salmon, einem kleinen Küstenort, etwa eine Flugstunde von Anchorage entfernt. Von dort aus fliegen Wasserflugzeuge an die Brooks Falls. Ab Anchorage werden auch Tagesausflüge angeboten - wir beraten Sie gerne!

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