«The Last Frontier» das letzte Grenzgebiet, wie die Einheimischen ihre Heimat stolz nennen, ist vielfältig und konkurrenzlos in seiner Weite und Unberührtheit: Alaska ist 36 Mal grösser als die Schweiz und besteht noch heute zu 99% aus unerschlossener Wildnis.
Gletscher kalben ins eiskalte Wasser der Fjorde, die höchsten Berge des Kontinents türmen sich hier auf, donnernde Wasserfälle zeugen von der Kraft ungezähmter Flüsse und einsame Seen spiegeln das Blau des Himmels. Hier findet man eine der wenigen Landschaften der Welt, die der Mensch noch nicht verändert hat. Sie ist die Heimat einer vielfältigen und artenreichen Tierwelt.
Reiseinformationen Alaska
Der Tourismus in dieser Region ist noch relativ jung. Während Alaska früher ausschliesslich Abenteurern vorbehalten war, ist es heute einer breiteren Besucherschar zugänglich. Die Infrastruktur hat sich verbessert und Unterkünfte mit hohem Standard sind vorhanden. Dies gilt besonders in den Regionen zwischen Anchorage und Fairbanks mit dem Denali Nationalpark, auf der Kenai-Halbinsel und in Südwest-Alaska, wo Kreuzfahrtschiffe verkehren. Das Strassennetz ist klein und die Unterkunftsmöglichkeiten sind beschränkt. Deshalb kommt es in der Hauptreisezeit zu Kapazitätsengpässen. Es empfiehlt sich also, Ihre Alaska-/Yukon-Reise frühzeitig zu planen und notwendige Reservationen vorzunehmen. Alaska ist keine günstige Reisedestination, da die lokale Tourismusbranche nur wenige Sommermonate lang Zeit hat, ihr Einkommen zu erwirtschaften. Bitte beachten Sie, dass vor Ort publizierte Zimmerpreise teilweise tiefer sein können. Differenzen zum in der Schweiz bezahlten Preis können nicht rückerstattet werden.
Anchorage
Mit über 260 000 Einwohnern ist Anchorage die grösste Stadt Alaskas. Nirgends ist der Kontrast zwischen Wolkenkratzern und Blockhäusern, zwischen Gebirge und Meer so deutlich sichtbar. Anchorage ist der Hauptausgangspunkt für Reisen in Alaska und wird in den Sommermonaten dreimal wöchentlich von Condor angeflogen.
Fairbanks
Die zweitgrösste Stadt ist ein wichtiges Dienstleistungs- und Verkehrszentrum im Herzen des Landes und idealer Ausgangsort für Reisen ins Landesinnere. Besonders beliebt ist ein Ausflug mit einem Schaufelraddampfer auf dem Chena River.
Juneau
Im Vergleich mit anderen Kapitalen der USA ist Juneau mit 30 000 Einwohnern ein Hauptstädtchen. In punkto Fläche aber hängt Juneau alle ab: Mit 7680 km2 gilt sie als grösste Hauptstadt der westlichen Hemisphäre (Berlin rund 890 km2).
Seward
Rund 3 Autostunden südlich von Anchorage auf der Kenai-Halbinsel liegt Seward Ausgangspunkt für einen Besuch des Kenai Fjords Nationalparks. Lohnenswert ist die Besichtigung des Alaska Sealife Centers und des blau schimmernden Exit-Gletschers.
Homer
Diese kleine und sympathische Stadt auf der Kenai-Halbinsel hat sich alaskaweit als Künstlerkolonie einen Namen gemacht. «Homer Spit» ist eine 7 km lange Landzunge mit einzigartigen Pfahlbauten und die wirtschaftliche Lebensader hier werden bis zu 200 Pfund schwere Heilbutt-Exemplare an Land gebracht.
Skagway
Geboomt hat Skagway während des Goldrausches 1898; damals war es Ausgangspunkt für die mühsame Überquerung des Chilkoot-Passes, über den man nach Dawson City gelangte. Noch heute gilt die historische Zugstrecke «White Pass and Yukon Route», die zwischen Skagway und Whitehorse verkehrt, als absolutes Muss.
Nationalparks
In Alaska bestimmt die Natur das Tempo nirgendwo in Nordamerika gibt es mehr Naturschutzgebiete.
Denali Nationalpark
Bei den Athabasca-Indianern heisst er schlicht Denali das bedeutet sinngemäss «der Grosse». Der Mount McKinley ist nicht nur der kälteste Berg der Welt und höchster Berg Nordamerikas, sondern in seiner relativen Höhe zum Umland gesehen sogar einer der höchsten der Welt. Stolze 5600 Meter ragt der 6194 Meter hohe Gipfel über dem Hochland. Der Park wurde aber nicht wegen des Bergriesen gegründet, sondern um die vielfältige Tierwelt zu schützen, die in der alpinen Taiga- und Tundraregion lebt. Der Park ist nur über eine Schotterstrasse mit öffentlichen Bussen zugänglich; die Besucherzahlen sind limitiert und eine Reservation wird unbedingt empfohlen.
Kenai Fjords Nationalpark
Der Kenai Fjords Nationalpark ist eines der spektakulärsten Naturschutzgebiete Alaskas und wird oft als der «Denali des Wassers» bezeichnet. Das Harding Icefield, einer der vier grössten Inlandgletscher der USA, ist das Highlight des Parks. Auf 6-stündigen Bootsausflügen ab Seward erleben Sie eindrückliche Fjordlandschaften mit kalbenden Gletschern und felsigen Inseln, die zahlreiche Seevögel, Seelöwenkolonien, Wale und Seeotter zu ihrer Heimat erkoren haben.
Katmai Nationalpark
Der Besuch im Katmai Park gehört zu den Höhepunkten einer Alaska Reise. Wer kennt sie nicht, die berühmten Bilder vom Brooks-Wasserfall, wo zahlreiche Grizzly-Bären den Kampf der Lachse über die Stromschnellen beobachten und sich bei dieser Gelegenheit ihr Winterpolster zulegen. In Verbindung mit einem Ausflug ins Valley of 10 000 Smokes hinterlässt der Katmai Nationalpark einen bleibenden Eindruck.
Wrangell-St. Elias Nationalpark
Im grössten Nationalpark der USA befinden sich die höchsten Berge der USA und das grösste zusammenhängende Gletschergebiet ausserhalb der beiden Pole sowie der historische Kupferminenort Kennicott Alaskas faszinierendste Geisterstadt. Der Park gilt als Geheimtipp, da er abseits der gängigsten Touristenrouten liegt.
Glacier Bay Nationalpark
Erleben Sie hautnah die Gletscherwelt Alaskas: Einige Gletscher ragen über 100 Meter hoch auf und ihre Eismassen stürzen mit grossem Getöse ins Meer. Das Eis ist Teil der grössten Gletscher jenseits der Arktis. Seehunde lassen sich auf den Eisschollen nieder, die im Rhythmus der Gezeiten von den Gletschern fallen und durch die Fjorde seewärts treiben. Die Glacier Bay ist ein Tummelplatz der Buckelwale.
Gates of the Arctic Nationalpark
Nördlich von Fairbanks, wo nur noch eine Schotterstrasse nordwärts führt, erstreckt sich die Brooks Range, das nördlichste Gebirge Amerikas. Der Gates of the Arctic Nationalpark ist mitten in der Brooks Range gelegen und das Tor zur Arktis. Im Sommer ist der Park nur mit dem Flugzeug erreichbar. Der zweitgrösste Nationalpark der USA wird jährlich nur gerade von rund 2000 Menschen besucht. Gut zu Fuss muss man sein, denn Wege gibt es kaum. Wer die totale Wildnis erleben will, ist hier richtig. Am besten auf einer unserer Wildnisreisen, welche von erfahrenen und staatlich lizenzierten Wild- nis-Reiseleitern geführt werden. Im Herbst wird die Tundra zu einem prachtvollen Farbenteppich. Danach sagen sich Fuchs und Vielfrass «Gute Nacht» für einen langen Winter.
Bären
Wer wünscht sich nicht, einmal einen Bären in seiner natürlichen Umgebung beobachten zu können? Kein Tier wird so sehr mit Alaska in Verbindung gebracht wie der Bär, den man in verschiedenen Arten antrifft. Der mächtigste von ihnen ist der Grizzly, eine Unterart des nordamerikanischen Braunbären. Der Braunbär existiert heute, mit Ausnahme weniger US-Staaten, fast nur noch in Alaska und Kanada. Da es sich um sehr menschenscheue Tiere handelt, lohnt es sich, frühzeitig eine spezielle Bärenbeobachtungstour in Ihre Reise einzuplanen.
Wale
Die grössten Säugetiere der Welt hautnah zu erleben, ist ein einzigartiges Erlebnis. Verschiedene Walarten verbringen den Sommer in den Küstengewässern Alaskas. Belugawale kann man von den Stränden südlich von Anchorage im Wasser beobachten und während einer Fähren- oder Kreuzfahrt durch die Inside Passage sieht man häufig die Fontänen von Buckelwalen oder Orcas aufspritzen.
Gletscher
Über die Hälfte aller Gletscher weltweit befinden sich in Alaska. Am eindrücklichsten sind Gletscher, die direkt vor Ihren Augen ins Meer kalben. Ein faszinierendes Naturschauspiel, das viele Reisende als einen der Höhepunkte empfinden. Die schönsten Gletscher können im Glacier Bay und Kenai Fjords Nationalpark sowie auf der Fährenpassage von Valdez nach Whittier erlebt werden.
Wasserflugzeug
Das wichtigste Fortbewegungsmittel in Alaska und im Yukon ist das Wasserflugzeug. Auf der weltgrössten Wasserflugzeug-Basis am Lake Hood in Anchorage finden täglich Hunderte Starts und Landungen statt. Aus der Vogelperspektive werden die grossen Dimensionen klar erkennbar und es lassen sich die entlegensten Orte erreichen.
Trans-Alaska-Pipeline
Die Trans-Alaska-Pipeline gilt als technisches Meisterwerk. In ihr fliesst seit 1977 das schwarze Gold der Arktis, das Erdöl aus den Feldern der Prudhoe Bay, über eine Distanz von 1270 km nach Valdez. Die Pipeline überquert 13 Flüsse, drei Gebirge und oft kann sie vom Auto aus gesichtet werden ganz besonders gut auf dem Richardson Highway zwischen Delta Junction und Valdez. Wer sich für die Ölindustrie und Alaskas Norden interessiert, sollte an der Prudhoe Bay Tour teilnehmen.


